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Werkstattgespräch 3: Inhalte und Programm – Wählerbedürfnis, Rechtfertigungsgrund und politische Vermittlung

21. April @ 18:30 - 19:30

Wahl- und Parteiprogramme sind wichtige Elemente der politischen Kommunikation und der inneren Selbstversicherung. Herkömmliche Parteien benutzen Programme, um ihre politische Positionen in eine erkennbare Form zu bringen. Sie bündeln Interessen, ordnen Prioritäten und machen sichtbar, wofür eine Partei stehen will. Programme sollen dabei nicht nur Forderungen sammeln, sondern Zusammenhänge herstellen: zwischen Werten, Zielen und konkreten Positionen. In diesem Sinn schaffen sie Orientierung nach außen und Verständigung nach innen. Über den tatsächlichen Wahrheitsgehalt und die Gültigkeit über den Wahltag hinaus kann dabei freilich gestritten werden.

Bei Satireparteien stellt sich diese Frage anders. Diese Parteien leben nicht zuerst von programmatischer Geschlossenheit, sondern von der satirischen Überzeichnung, Störung und Kritik an den Formen politischer Selbstdarstellung und Inhalt(slosigkeit). Gerade deshalb ist zu fragen, in welchem Umfang eine solche Partei überhaupt ein eigentliches Programm braucht und wie ein solches Programm überhaupt aussehen kann, ohne den Charakter der Partei zu verraten oder seine Funktion zu verlieren. Zudem ist die Orientierung an Werten darin immer schon prekär, es ist die Frage ob hier nur der Charakter der Überzeichnung wichtig ist, oder auch die dahinterliegende Aussage.

Dies Spannungsfeld zu beleuchten und zu diskutieren, inwiefern das Thema des Wahlprogrammes auch für eine Satirepartei gilt ist das Thema dieses Werkstattgespräches.

Ort: Online

Vortragender: David Fuchs

Anmeldung:


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